Nach einem dürftigen Frühstück geht es heute nach Strahan, einem kleinen Ort an der tasmanischen Westküste. Wir besuchen dort einen Holz verarbeitenden Betrieb. Holz stellt für Tasmanien eine wichtige Einnahmequelle dar. U. a. werden hier aus Huon Pine wunderschöne Schalen angeboten, die mich fast schwach werden lassen.

Glücklicherweise fällt mir rechtzeitig ein, wie kompliziert der Transport werden kann. Ich erinnere mich zu gut an die Bierkrüge, die ich vor einigen Tagen als Gastgeschenk hierher geschleppt habe. Schließlich entscheide ich mich für einen kleinen Untersetzer als Mitbringsel für meinen Bruder – ein Stück Tasmanien zum problemlosen Mitnehmen. Immerhin war Klaus der ursprüngliche Ideengeber für diesen Teil Australiens.
Weiter geht es zu den Henty Sand Dunes – riesige vom Wind geformte Sandberge zwischen Strahan und Zeehan. Es ist ein unglaubliches Gefühl, diese endlose Sandlandschaft zu erklimmen, den feinen Sand unter den nackten Füßen zu spüren und den Blick in die weite Ferne schweifen zu lassen. Mit ein paar entsprechenden Instruktionen meistern wir den Aufstieg und werden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

Das Mittagessen, von Trison unserem Guide, in der Zwischenzeit zubereitet, ist einfach und schmackhaft: Würstchen mit Zwiebeln und knusprig gebratenem Bacon. Keine Haute Cuisine, aber der Hunger treibt es rein.
Am Nachmittag erreichen wir den Cradle Mountain-Lake St. Clair Nationalpark. Dort geht es auf eine kleine Wanderung, eine Art Training für die größere Herausforderung, die morgen auf uns wartet. Die Natur ist überwältigend: dichte Wälder, kristallklare Seen und … wir sehen zum ersten Mal Wombats. Diese niedlichen Pflanzenfresser in freier Wildbahn zu erleben ist gar nicht so einfach, da sie nachtaktiv ihre Tage meist im Bau verbringen. Am Abend zaubert Trison in der Gemeinschaftsküche ein wunderbares Dinner (s. u.). Zudem werde ich als Krönung des Tages von der Gruppe mit einer Flasche Champagner (diesmal richtigen) zu meinem Geburtstag überrascht. Besonders das junge Paar (genau genommen eine Österreicherin und ein Russe) und Trison machen diesen Tag für mich zu etwas besonderem. Aber auch die junge Südkoreanerin ist eine sehr nette. Mit der Sprache hat sie zwar noch mehr zu kämpfen als ich, aber sie verdient unser aller Respekt sich eine derartige Reise zuzutrauen. Ein Tag voller Erlebnisse, kleiner Wunder und Begegnungen – Tasmanien ein Traum! Und …. das Paradies ist nicht woanders.
Gegrillter Halloumi mit Ofengemüse und Kräuterjogurt

- 1 Block Halloumikäse
- je 1 Zucchini und 1 Paprika
- 1 rote Zwiebel
- 1 Süßkartoffel
- 2 EL Olivenöl
- Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian
- 200 g griechischen Jogurt
- 1 Knoblauchzehe
- frische Kräuter, z. B. Petersilie, Schnittlauch, Minze
Gemüse waschen, putzen und in grobe Stücke, Halloumikäse in Würfel schneiden (der Halloumikäse kann auch in Scheiben geschnitten und in der Grillpfanne gegrillt werden), mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Kräutern mischen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 200 Grad 25 – 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen, ggf. die letzten 10 Minuten mit Folie abdecken damit es nicht zu dunkel wird. Für den Dip Jogurt, gepressten Knoblauch, etwas Salz und die frischen Kräuter mischen und zum Gemüse servieren. Es passt Ciabatta und ein tasmanischer Merlot dazu.
Kein vollständiges Dinner ohne ein Dessert: Kirsch-Cheescake im Glas
- 125 g Hafer Cookies
- 1 Glas Sauerkirschen
- 6 EL brauner Zucker
- 175 g Frischkäse
- 450 g Naturjogurt
- Vanilleextrakt
- weiße Schokolade zum drüber raspeln
Cookies in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Teigroller zerbröseln, in 4 Gläser verteilen. Die Sauerkirschen mit wenig Saft zum Kochen bringen. 1 EL Stärkemehl in einer kleinen Tasse mit 6 EL Saft und 3 EL Zucker verrühren und kurz mitkochen, abkühlen. Frischkäse mit Jogurt glatt rühren, etwas Vanilleextrakt mit den restlichen 3 EL Zucker unterrühren, als zweite Schicht in die Gläser geben. Darauf das Kirschkompott und mind. 2 Stunden ziehen lassen, mit weißen Schokoladenspänen oder etwas Frischkäse garnieren.

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