Lang, lang ist es her! Sowohl mein letzter Beitrag in diesem Blog, als auch mein erster Besuch in Atacames, welches damals noch ein verschlafenes Fischerdörfchen war. Mittlerweile hat es sich neben Salinas zu einem der bekanntesten Badeorte Ecuadors gemausert, in dem Ecuardorianer, Kolumbianer und viele ausländische Touristen ihre Ferien verbringen. Ob Atacames deshalb für mich an Anziehungskraft gewonnen hat? Ich müsste es wieder mal besuchen um urteilen zu können. Freunde erzählen mir sehr viel gegensätzliches, weshalb ich an dieser Stelle nur meine Eindrücke und Erinnerungen von damals wiedergeben kann. In Erinnerung behalten habe ich die faszinierenden Obststände an der Straße mit ihren wohlschmeckenden – mit unseren nicht zu vergleichenden – Bananen.

Nach einer höllischen Fahrt von Quito aus durch die Sierra kommen wir abends in Atacames an. Auf den ersten Blick sieht es traumhaft aus: „Arco Iris“, unsere Unterkunft für die nächsten Tage hat schilfgedeckte Hütten (Cabanas) mit Palmen vor dem Eingang, die über der aufgespannten Hängematte und dem Liegestuhl rauschen. Der Weg zum Strand beträgt gerade mal 100 m und wir beschließen noch zu dem in Sichtweite befindlichen kleinen Restaurant zu laufen. Nach den Turbulenzen während der Serpentinenfahrt sind meine Lebensgeister in der frischen Brise, die vom Pazifik her weht, sofort neu erwacht und ich freue mich auf den nächsten Tag.

Hier ein Salat im Glas, zur Stärkung zwischendurch, der, vorher zubereitet und dann sowohl gleich, während der Reise, im Büro, beim Picknick oder auch mal am nächsten Tag verzehrt werden kann,
- 4 kleine Kartoffeln
- 1/2 Tasse in Stücke geschnittene grüne gekochte Bohnen
- 1 Esslöffel Olivenöl
- 1 1/2 Teelöffel Rotweinessig
- 1/2 Teelöffel Dijon Senf
- 1/2 Teelöffel Honig
- 95 g Thunfisch (im eigenen Saft) abgetropft und in Stückchen zerpflückt
- 2 Anchovisfilets
- 6 schwarze Oliven ohne Kern
- 8 halbierte Cherrytomaten
- 1 hart gekochtes Ei, geviertelt
- 1 Handvoll verschiedene Salatblätter

Öl, Essig, Senf und Honig mischen und über das in ein Glas geschichtetes Gemüse, Eier, Oliven und Thunfisch geben. Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, mit den Salatblättern garnieren und servieren. Es schmeckt mit Weiß- oder Schwarzbrot.
Ein Morgen am Strand – gibt es etwas Schöneres? Ich treffe ein paar Fischer, die ihre Boote samt der Netze zum morgendlichen Fang vorbereiten. Sie sind trotz der frühen Stunde guter Dinge und wollen wissen, ob ich sie begleiten möchte. Ich willige sofort ein, wohlwissend dass mein Magen nicht sonderlich begeistert sein wird. Ein klein wenig steckt mir immer noch die Serpentinenfahrt vom Vortag in den Knochen. Es wird trotz meiner Vorbehalte ein spannendes Abenteuer. In den Netzen wimmelt es von kleinen bis mittleren und einigen größeren Fischen. Es dauert keine zwei Stunden und wir sind wieder am Strand, wo auch gleich der kostbare Fang an die wartenden Händler und Hausfrauen verkauft wird.
Was liegt nach dem morgendlichen Fischfang näher als zu Mittag eine typisch Ecuadorianische Ceviche (= eine Fischsuppe beheimatet sowohl in Ecuador, als auch in Peru und ganz Lateinamerika)
- 500 g Shrimps oder weißen Fisch (z. B. Pangasius)
- Je 1 Tasse Limetten- und Orangensaft
- 1/2 Tasse Ketchup
- 1 TL Senf
- 1-2 TL Zucker
- 1 rote Zwiebel
- 1 Tomate, gehäutet und gewürfelt
- 3 TL gehackten Koriander
- Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl
Die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden und 30 Minuten in etwas Limetten- oder Orangensaft marinieren, die Shrimps in gesalzenem kochenden Wasser 2 – 3 Minuten blanchieren (1 Tasse Wasser auffangen). Nun jeweils eine Tasse Wasser, Limetten- und Orangensaft, Ketchup, Senf und Zucker mixen und anschließend Shrimps, Tomatenwürfel und Zwiebel dazu geben und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Mit Salz, Pfeffer, nach Geschmack Chilisauce und etwas Olivenöl abschmecken, den Koriander darüber streuen und servieren (man kann an Stelle der Shrimps auch Pangasiusfilet nehmen, dieses jedoch vorher ungekocht ca. 3 Stunden im Kühlschrank in Limettensaft marinieren – eine ebenso wohlschmeckende Variante der Ceviche). In Ecuador isst man gebratene Kochbananenchips dazu, es schmeckt aber auch mit Baguette oder Ciabatta.

Den Nachmittag verbringe ich mit einer ausgedehnten Strandwanderung, Schwimmen und der Langsamkeit des Seins.
Ein Pisco Sour an der Strandbar verschafft mir die nötige Gelassenheit und nach dem zweiten schlafe ich auf meinem Liegestuhl über mir das rauschende Blätterdach des Sonnenschirms ein. Zu empfehlen sind auch die wunderbar fruchtigen Softdrinks, ebenso die überall angebotenen Früchte und Kokosnüsse.
- 5 cl Pisco Control
- 2 cl Limettensaft
- 1 cl Ahornsirup
- 1 Eiweiß
- 1 Spritzer Angostura (Ersatzweise Aperol oder Averna)
Das Glas mit einem Zuckerrand versehen, den Shaker mit viel Eis und den Zutaten (außer Angostura) füllen. Kräftig und ausgiebig schütteln und anschließend den gesamten Inhalt ins Glas, einen Spritzer Angostura dazugeben und jeweils eine Scheibe Limetten, Orange und eine Kirsche an den Glasrand stecken. Chinchin!
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